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Giselle de la Fleur
Giselle de da Fleur Render
Biografische Informationen

Geburtsdatum:

21. Juni 1767

Politische Informationen

Zugehörigkeit:

Fanfiktion Informationen
[Source]

Giselle de la Fleur (1767 – Unbekannt), deren wahrer Name und Geburtstag unbekannt sind, wurde weniger Monate nach ihrer Geburt am Tag der Sommersonnenwende 1767 auf der Treppe des Maison de Fleurs Rouges, einem Pariser Bordell, abgelegt.

Biografie

Frühe Jahre

Weder Giselles leibliche Eltern noch ihr wirklicher Geburtstag sind bekannt, da sie als Findelkind vor der Schwelle zum Haus der roten Blüten abgelegt wurde. Madame Rosso nahm das Mädchen und gab ihr ihren Namen. Sie wuchs unter den Frauen auf und verrichtete die ersten Lebensjahre einfache Tätigkeiten im Haus, wie Putzen und Kochen. Gelegentlich erhielt sie von Madame Rosso einige Unterrichtsstunden und erlernte einfaches Lesen und Schreiben. Als sie vierzehn Jahre alt wurde, wurde sie in die Künste der Verführung eingeführt. Fortan nutzte sie ihre weiblichen Reize, um ihren oftmals adligen Kunden Informationen zu entlocken. Die gesammelten Informationen wurden genutzt, um das Bordell größtenteils vom Einfluss des Parlaments unabhängig zu halten.

Giselle lernte schnell den Wert von Informationen kennen und versuchte sich ein größeres Wissen anzueignen, um die Gespräche ihrer politischen Kunden besser verstehen zu können. So bildete sie sich tagsüber in Fachliteratur weiter, während sie abends ihre Kundschaft bediente. Trotz ihres Standes wuchs Giselle zu einer willensstarken Frau heran und wurde zu einem der gefragtesten Mädchen des Hauses.

Im Jahr 1784 lernte Giselle den jungen Marquis de Lamartine kennen, welcher von ihr hingerissen war. In den folgenden Monaten besuchte er sie mehrere Mal wöchentlich, um Zeit mit ihr zu verbringen und statt Zärtlichkeiten brachte er ihr auf ihren eigenen Wunsch hin Philosophie, Literatur und Geschichte bei. Bei ihren abendlichen Stunden im Juli erzählte ihr de Lamartine bei zu viel Wein auch häufig über seine Arbeit im Parlament und seine radikalen politischen Ansichten. In einem dieser Gespräche sprach er volltrunken über eine Lebensmittellieferung aus Versailles, die vor Paris abgefangen werden sollte. Mehrere Tage später wurde Giselle bei einem Einkauf am späten Nachmittag von bewaffneten Männern begriffen und unter Morddrohung in eine Seitengasse geführt. De Lamartine, der ebenfalls mit einer Waffe bedroht wurde, identifizierte Giselle als seine Gespielin im Haus der roten Blüten. Die Männer schnitten ihm daraufhin die Kehle durch und begannen sich auf Giselle zu stürzen, als zwei Gestalten auftauchten. Sie töteten den Angreifer, der sie zu würgen begann, woraufhin die anderen flohen.

Beitritt der Assassinen

"Frauen wie wir wurden schon immer mit Blicken und Abscheu gestraft, solange die Männer unsere Dienste nicht verlangen, dazu braucht es keine Templer. Ich kämpfe nicht nur für die Wahrheit, sondern vor allem für die Freiheit meiner Schwestern."
— Giselle nennt ihre Gründe für ihren Beitritt der Bruderschaft, 1784
Giselle Undercover

Giselle in den Straßen von La Bievré

Nach ihrer Rettung nahmen die beiden Assassinen Giselle mit in ihren Stützpunkt und pflegten ihre Wunden. Von ihnen erfuhr sie, dass de Lamartine ein Mitglied des Templer-Ordens war und seine Informationen von großem Wert für die Assassinen war. Sie baten Giselle an, der Bruderschaft beizutreten, um ihre Informationen für das Wohl der Bevölkerung zu nutzen. Nach einigen Überlegungen und Zweifeln willigte sie schließlich ein, um ihre Schwestern zu schützen, die immer stärker von Adel und Klerus bedrängt wurden und sich teilweise tätlichen Angriffen durch Soldaten ausgesetzt sahen. In den folgenden Monaten verfeinerte sie dank der Bruderschaft ihre Fähigkeiten der Informationsbeschaffung und eignete sich ein Fachwissen über verschiedene Gifte an.

Ein Jahr später war Giselle dank ihrer Fähigkeiten und ihres natürlichen Talents bereits an einem Punkt ihrer Ausbildung, an dem sie auf den Straßen von Paris aktiv arbeiten sollte. Im April 1785 ging sie nachts durch La Bievré, um Informationen über Templeraktivitäten zu sammeln. Da sich in letzter Zeit die Schutzgelderpressungen der Läden im Bezirk gehäuft hatten, sollte sie nach dem Ursprung der Bande suchen. Auf ihrer Suche entdeckte sie das Versteck der Bande und die Männer, die sie ein Jahr zuvor überfallen hatten. Giselle tötete jeden einzelnen der Kriminellen und verhörte ihren Anführer. Von ihm erfuhr sie, dass die Templer die Schutzgelderpressungen lediglich inszeniert hatten, um die Assassinen von ihrem wirklichen Vorhaben abzulenken. Bevor sie jedoch die Absicht der Templer aufdecken konnte, verstarb der Bandenchef. Giselle nahm das Schutzgeld an sich, um es den Besitzern zurückzugeben.

Französische Revolution

Am 28. April 1789 suchten Giselle, François Aigle und Pierre la Maitre-Dupont getrennt die Spur eines Templerboten, um ein wichtiges Dokument abzufangen. Nachdem François die Verfolgung des Boten durch die Massenmenschen auf dem Vorplatz der Notre Dame aufgenommen hatte, folgten sie und Pierre ihnen über die Dächer. Nachdem François den Boten getötet hatte kamen Giselle und Pierre im Kampf gegen die Gardisten zu Hilfe, die dem Hilferuf des Boten gefolgt waren.

Aus dem Inhalt des Briefes, den der Bote bei sich trug, erfuhren sie von einem geheimen zwischen dem Jean-Jacques Bouquet und den Templern. Gemeinsam begaben sich die drei zum Vorplatz des Louvre, wo Boquet gerade mehrere Hinrichtungen an Befürwortern der Aufklärung durchführte. Bevor sie ihn jedoch ergreifen und zur Befragung gefangennehmen konnten, wurde er zur Überraschung Giselles und der anderen, unerwartet von Amélie Baffour getötet. Nachdem Amélie vor den Gardisten geflohen war, ergriffen die Assassinen sie kurz vor ihrem Haus. Es entstand eine kurze Diskussion zwischen zwischen Giselle und den anderen Assassinen, nachdem sie den Vorschlag unterbreitet hatte Amélie mit zu ihrem Versteck zu nehmen. Obwohl Pierre und François zunächst dagegen waren, willigte letzter schließlich ein und das Mädchen wurde vor Louis de Sainte-Maure gebracht, der sie kurz darauf in den Orden aufnahm.

Aussehen und Persönlichkeit

Giselle de la Fleur Profil

Giselle 1789

Giselle ist eine bildschöne junge Frau mit wallendem, glänzendem feuerroten Haar und leuchtenden hellblauen Augen. Sie hat einen schlanken Körper mit attraktiven Rundungen, die sie zu einem der begehrtesten Mädchen im Maison de Fleurs Rouges machen.

Im Vergleich zu ihren Assassinenbrüdern François und Pierre war Giselle wesentlich sanftmütiger und verständnisvoller. Seit frühester Kindheit war sie sehr abschätzend Menschen gegenüber und entwickelte so ein starkes Empfinden für die Persönlichkeit eines Menschen. Die Eigenart brachte sie dazu wesentlich offener und verständnisvoller gegenüber Personen zu sein, in denen die einen guten Kern sah. Jedoch konnte sie auch hinterhältig und verschlagen sein, wenn es darum ging Informationen zu sammeln. Bedingt durch ihre Erfahrungen im Maison de Fleurs Rouges brachte sie Frauen wesentlich schneller Vertrauen entgegen als Männern.

Ausrüstung und Fähigkeiten

Giselle wurde seit ihrer Jugend von Madame Rosso in der Kunst der Informationssammlung durch unterschwellige Befragungen während der Arbeit mit ihren Kunden gelehrt. Durch dieses Training wurde sie zu einer wichtigen Informantin für das Bordell und später auch die Assassinen. Von ihr lernte Giselle ebenfalls verschiedene Verführungskünste, um sich so Zutritt an Wachen vorbei zu verschaffen oder Gelegenheiten für ein Attentat zu eröffnen.

Sie ist eine geübte Kletterin, fähig selbst hohe Gebäude wie die Bastille in kürzester Zeit zu erklimmen. Zudem verfügt sie über eine große Ausdauer und kann Ziele über lange Strecken hinweg über Dächer verfolgen, ohne Erschöpfungsanzeichen zu zeigen.

Auffällig ist, dass Giselle ihre Phantomklinge an ihrem rechten Unterarm befestigt hat. Mit ihr kann sie Feinde selbst beim Absprung von einem Gebäude zielgenau und selbst mehrere Feinde hintereinander in einer einzigen Bewegung töten. Zur weiteren Selbstverteidigung und für direkte Kämpfe gegen mehrere Gegner trägt sie zusätzlich ein Stilett, verborgen unter ihren Kleidern, mit sich.

Im Laufe ihrer Assassinenausbildung eignete sich Giselle ein bereites Fachwissen über verschiedene Gifte an. Im Kampf verwendet sie taktisch Rauch-, Blend- und Giftgasbomben, um sich einen Vorteil zu verschaffen.